Was der Hub leistet
- 56 Datenbanken
- 29 mit Live-Suche
- 8 Rubriken
- 167 Glossarbegriffe
- täglich 6 Uhr aktualisiert
PubMed und Embase decken die internationale Literatur ab, die Cochrane Library und
Epistemonikos die Evidenzsynthesen, das DRKS und ClinicalTrials.gov die Studienregister. Die
für das deutsche Versorgungsgeschehen zentralen Bestände liegen noch einmal woanders: bei
G-BA und IQWiG, beim Innovationsfonds, bei LIVIVO und beim DNVF. Eine einzige Fragestellung
sauber zu recherchieren bedeutet in der Praxis, denselben Suchbegriff ein Dutzend Mal in ein
Dutzend verschiedene Suchmasken zu tippen.
Der Knowledge-Hub löst das mit einem schlichten Prinzip: ein Suchbegriff,
eingegeben an einer Stelle. Mit dem Absenden stellen sich sämtliche Datenbankkacheln
darauf ein; ein Klick führt direkt in die fertige Trefferliste der jeweiligen Datenbank, in
einem neuen Tab, ohne erneute Eingabe.
Live-Suche, Portal, Lizenz
Nicht jede Datenbank lässt sich gleich ansteuern, und der Hub macht das sichtbar, statt es
zu verschweigen:
- Live-Suche (29 Datenbanken) — der Klick führt unmittelbar in die
Trefferliste.
- Portal (22) — Angebote wie LIVIVO, das DRKS oder die WHO-Plattform
ICTRP erlauben technisch keine verlinkbaren Ergebnisadressen. Der Klick führt auf die
Startseite, der Begriff ist dort erneut einzugeben.
- Lizenz nötig (5) — Scopus, Web of Science, Embase, CINAHL und
APA PsycInfo setzen einen institutionellen Zugang voraus.
Diese Unterscheidung erspart die Enttäuschung, hinter einer vermeintlichen Suche auf einer
Bezahlschranke zu landen — und macht transparent, wo die Grenzen frei verfügbarer Recherche
verlaufen. Ein Filter blendet auf Wunsch nur die frei zugänglichen Datenbanken ein.
Deutsch suchen, international finden
Internationale Datenbanken kennen keine deutschen Fachbegriffe. Wer „Primärversorgung"
eingibt, findet in PubMed so gut wie nichts. Der Hub übersetzt deshalb 167
Fachbegriffe automatisch: Deutschsprachige Datenbanken behalten Ihren Begriff,
internationale bekommen den Ausdruck, unter dem sie tatsächlich verschlagworten.
Maßgeblich ist dabei nicht das Wörterbuch, sondern die Indexierungspraxis. „Nutzenbewertung"
wird zu health technology assessment und nicht zu benefit assessment,
„Routinedaten" zu claims data. Die Ergebniszeile zeigt jeweils, welche Fassung
verwendet wurde; ein Schalter stellt die Übersetzung ab.
Fehlt ein Begriff, sagt die Seite das offen — und bietet an, ihn der Redaktion zu melden.
Das Verzeichnis wächst so mit dem, was tatsächlich gesucht wird.
Boolesche Operatoren
AND, OR und NOT funktionieren nicht
überall gleich. Wir haben es einzeln nachgemessen und kennzeichnen das Ergebnis auf jeder
Kachel: geprüft und wirksam, geprüft und unwirksam — oder ungeprüft, wo der Anbieter eine
automatisierte Prüfung nicht zulässt. Ungeprüftes zählt dabei nie als „kann es".
Neu in PubMed: täglich kuratiert
Über die Suchfunktion hinaus liefert der Hub einen redaktionellen Mehrwert. In der rechten
Spalte steht eine täglich aktualisierte Auswahl aktueller Publikationen zur
Versorgungsforschung, jeweils mit deutscher Zusammenfassung.
Die Auswahl folgt drei Kriterien. Das wichtigste ist die Übertragbarkeit auf das
deutsche Versorgungssystem: Bei sonst gleicher Qualität geht die übertragbare Studie
der aktuelleren vor. Maßgeblich ist dabei der Systemkontext, nicht die Herkunft der Autoren —
eine niederländische Arbeit zur Primärversorgung ist oft übertragbarer als eine deutsche
Methodenarbeit, eine US-Studie zur Vergütung dagegen selten. Die Gesundheitssysteme sind dafür
nach Vergleichbarkeit geordnet: hoch bei DACH, Niederlanden, Belgien und Frankreich
(Sozialversicherung), mittel bei Skandinavien, Großbritannien, Kanada und Australien
(steuerfinanziert), gering bei den USA. Jede Studie trägt deshalb eine Zeile
Übertragbarkeit, die in einem Halbsatz sagt, worauf sie beruht.
Hinzu kommen Relevanz für die Versorgungsforschung und das Vorliegen konkreter
quantitativer Ergebnisse. Studien ohne belastbare Zahlen werden übersprungen. Zu jeder Studie erscheinen Autor, Journal,
Publikationsdatum, eine Einordnung der Fragestellung sowie ein hervorgehobener Ergebnisblock
mit den zentralen Kennzahlen. Ein Klick führt auf den Originaleintrag in PubMed.
Die Auswahl trifft eine KI aus den tagesaktuellen Neuzugängen der US-amerikanischen
National Library of Medicine. Damit deutsche Arbeiten sie zuverlässig erreichen, fragt der Hub
PubMed zweimal ab: einmal allgemein und einmal gezielt nach Studien mit Deutschlandbezug —
nur etwa ein Sechstel aller Neuzugänge hat einen solchen. Nichts geht verloren: Unterhalb der aktuellen Auswahl sammelt
ein Archiv alle bislang vorgestellten Studien. Beides lässt sich als Word- oder
Excel-Datei herunterladen.
Warum ältere Daten in einer Tagesliste stehen
Ausgewählt wird nach dem Tag, an dem PubMed eine Studie aufnimmt — nicht nach
ihrem Erscheinungsdatum. Beide liegen oft Wochen auseinander: Eine im Juli erschienene
Arbeit kann erst im August indexiert werden. Wo das der Fall ist, nennt die Karte beide
Daten. An Wochenenden indexiert PubMed zudem kaum; dann bleibt die Auswahl näher am
Freitag.
Volltext beschaffen
Recherche endet selten mit der Trefferliste, sondern mit der Bezahlschranke. Eine eigene
Rubrik versammelt fünf Wege, die legal und ohne institutionellen Zugang gangbar sind:
- Nationallizenzen der DFG — Privatpersonen mit Wohnsitz in Deutschland
können sich kostenfrei registrieren und erhalten damit regulären
Volltextzugang zu dauerhaft lizenzierten Zeitschriftenarchiven. Wenig bekannt und der
praktisch wirksamste Hinweis dieser Rubrik.
- Unpaywall — findet legale Open-Access-Fassungen anhand der DOI.
- Open Access Button — sucht freie Fassungen und fragt sie notfalls bei
den Autoren an.
- subito — Direktlieferdienst wissenschaftlicher Bibliotheken.
- K10plus — Verbundkatalog als Grundlage für die Fernleihe.
Der Hub verweist ausschließlich auf Wege, die die Rechteinhaber selbst vorsehen.
Wer dahintersteht
Der Knowledge-Hub ist ein Angebot von Monitor Versorgungsforschung, dem
unabhängigen und interdisziplinären Fachorgan für Versorgungsforschung. Herausgeber ist
Prof. Dr. Reinhold Roski, die Chefredaktion liegt bei Peter Stegmaier; Verlag ist die
eRelation AG – Content in Health in Bonn.
Frei von irgendwelchen Einflüssen und Einflüsterungen gleich welcher Art
dafür sorgen, dass sich Versorgungsforschung zu einer Versorgungsforschungswissenschaft
fortentwickelt — zum Wohle aller Patient:innen.
Das Fachorgan verbindet Versorgungsforschung, Versorgungsmanagement, Wissenschaft und
Politik. Es spricht Versorgungsforscherinnen und -forscher auf wissenschaftlicher Ebene an,
im redaktionellen Teil ebenso Anwender und Verantwortliche aus Kassen, Politik und Industrie.
Seit 2015 erscheinen alle Artikel Open Access und damit kostenfrei.
Publikationsverhalten und Ethik folgen dem Code of Conduct for Journal Editors sowie
den Richtlinien des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger.
Der Knowledge-Hub führt diesen Gedanken fort: Er macht die Literatur auffindbar, statt sie
zu verwalten — und stellt das Ergebnis allen zur Verfügung, die damit arbeiten.
Frei zugänglich, ohne Anmeldung, ohne Tracking
Der Hub ist kostenfrei und ohne Anmeldung nutzbar. Er setzt keine Cookies,
bindet keine Analyse- oder Trackingdienste ein und erhebt keine
personenbezogenen Daten. Die Seite lädt nichts von fremden Servern nach — Schriften und Logo
liegen auf demselben Server wie das Portal.
Impressum und Datenschutzhinweise stehen im Fußbereich der
Startseite.
Ein lebendes Angebot
Die Liste der eingebundenen Datenbanken lässt sich erweitern, ebenso die thematische
Ausrichtung der täglichen Studienauswahl und das Suchglossar. Wir laden Sie ausdrücklich ein,
uns fehlende Quellen, unbrauchbare Verlinkungen oder Wünsche zur Schwerpunktsetzung
mitzuteilen — gern an info@m-vf.de.
Denn eine Recherchehilfe für die Versorgungsforschung ist genau so gut wie die Praxis, aus
der heraus sie mitgestaltet wird.
Zur Suche im Knowledge-Hub